Simon von filmkey
Pfeil nach oben
August 27, 2024

Erfolgreiche Videowerbung mit kleinem Budget: So geht es

Auch mit kleinem Budget kann Videowerbung verkaufen: die bewährte Kampagnenstruktur aus Conversion, Engagement, Video-View und Retargeting, plus Benchmarks und Tracking-Grundlagen.

Titelbild zum Ratgeber: Videowerbung mit kleinem Budget

Videowerbung funktioniert auch mit kleinem Budget, wenn die Struktur stimmt: 70 Prozent des Budgets in eine Conversion-Kampagne, je 10 Prozent in Engagement und Video-Views, der Rest ins Retargeting, dazu sauberes Tracking. In diesem Artikel stellen wir dir diese einfache Werbekampagnen-Struktur vor, die sich in der Praxis bewährt hat.

Vorteile von bezahlter Werbung

Bezahlte Werbung ermöglicht es dir, gezielt die Menschen zu erreichen, die sich wahrscheinlich für dein Angebot interessieren. Sie bietet dir eine schnelle Möglichkeit, Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu erzeugen und kann besonders effektiv sein, auch wenn du mit einem begrenzten Budget arbeitest.

Benchmarks und deren Bedeutung

Bevor wir uns mit der genauen Strategie befassen, sollten wir die sogenannten Benchmarks klären. Benchmarks sind Vergleichswerte, die dir helfen, die Leistung deiner Werbeanzeigen einzuschätzen. Wenn deine Werbung nicht die gewünschten Ergebnisse liefert, kann das verschiedene Gründe haben. Daher schauen wir uns den typischen Ablauf an, den ein Kunde durchläuft:

  1. Anzeigenimpression zu Klick: Ein potenzieller Kunde sieht deine Werbeanzeige oder dein Werbevideo online und klickt darauf. Dieser Klick führt ihn auf eine sogenannte Landingpage, eine speziell gestaltete Seite, die den Nutzer weiter über dein Angebot informiert.
  2. Landingpage zu CTA: Auf der Landingpage erhält der Kunde weitere Informationen und trifft eine Entscheidung. Wenn er interessiert ist, klickt er auf einen CTA (Call-to-Action) Button, einen Aufruf zur Handlung. Das kann ein Kontakt- oder Kaufen-Button sein.
  3. Weiterleitung zu Abschluss: Je nach CTA gelangt der Kunde entweder auf eine Kontaktseite oder in den Warenkorb, wo er seine Daten eingibt und entweder die Bestellung abschließt oder ein Beratungsgespräch bucht. So oder so, das Ziel ist eine Conversion, also eine gewünschte Handlung wie ein Kauf oder eine Anfrage.

Analyse der einzelnen Schritte

1. Von der Anzeige zur Landingpage:

Eine gute Conversion-Rate (Anteil der Besucher, die die gewünschte Aktion ausführen) von der Anzeige zur Landingpage liegt bei etwa 1 bis 3 Prozent. Wenn deine Rate niedriger ist, könnte das an zwei Faktoren liegen:

  • Qualität der Anzeige: Wenn deine Anzeige oder dein Werbevideo, oft auch Creative genannt, nicht überzeugend gestaltet ist, verliert der Kunde schnell das Interesse. Hier solltest du deine Werbung überarbeiten, neue Inhalte ausprobieren oder das Video neu produzieren. Wie ein starkes Werbevideo entsteht, zeigt unser Ratgeber Werbevideo erstellen.
  • Zielgruppenausrichtung: Eine falsch definierte Zielgruppe kann ebenfalls zu schlechten Ergebnissen führen. Selbst die beste Werbung wird nicht funktionieren, wenn du sie den falschen Leuten zeigst. Zum Beispiel ist es wenig sinnvoll, Babyspielzeug an Studenten zu bewerben. Überprüfe daher deine Zielgruppeneinstellungen und teste verschiedene Varianten.

2. Von der Landingpage zur Kontaktseite:

Wenn ein Kunde von der Landingpage auf die Kontakt- oder Warenkorbseite wechselt, spricht man von einer Conversion. Eine gute Conversion-Rate an dieser Stelle liegt bei etwa 5 bis 15 Prozent. Sollten von 100 Besuchern weniger als 5 auf den CTA-Button klicken, könnte das darauf hinweisen, dass deine Landingpage nicht ansprechend genug ist. Überprüfe hier das Design und den Inhalt und experimentiere weiter, um die Rate zu verbessern.

3. Vom Kontaktformular oder Warenkorb zum Abschluss:

Schließlich geht es um die Conversion-Rate vom Kontaktformular oder Warenkorb bis zum endgültigen Abschluss, wie einem Kauf oder einer Terminbuchung. Hier solltest du eine Conversion-Rate von 30 bis 50 Prozent erwarten. Liegt sie darunter, könnte es an einem zu komplizierten oder langen Checkout-Prozess liegen. Reduziere die Anzahl der Fragen oder Schritte und optimiere den Prozess, um die Abbruchrate zu senken.

Der wichtigste KPI: Kosten pro qualifizierter Anfrage oder Kauf

Am Ende ist es wichtig, sich auf den zentralen KPI (Key Performance Indicator) zu konzentrieren: den Betrag, den du pro qualifizierter Anfrage oder Kauf bezahlst. Wenn dieser Wert für dein Geschäft und deine Kalkulation sinnvoll ist, dann ist die Anzeige profitabel. In diesem Fall solltest du überlegen, das Werbebudget zu erhöhen, um noch mehr potenzielle Kunden zu erreichen.

Tracking: Der Schlüssel zur erfolgreichen Werbekampagne

Kommen wir zum Thema Tracking. Tracking ist unverzichtbar, um nicht blind Werbung zu schalten. Es zeigt dir genau, was funktioniert und profitabel ist, und was eben nicht. Ohne Tracking wärst du im Dunkeln unterwegs und könntest keine fundierten Entscheidungen treffen. Daher ist es entscheidend, dass du das Tracking auf jeder Werbeplattform, die du nutzt, aktivierst und den entsprechenden Tracking-Code auf deiner Webseite platzierst.

Was ist Tracking und wie funktioniert es?

Tracking bedeutet im Grunde, dass du die Aktionen und Interaktionen von Nutzern auf deiner Webseite verfolgst. Jede Plattform hat dafür ein eigenes System und einen speziellen Namen:

  • Meta (ehemals Facebook und Instagram): Hier nennt sich das Tracking-Tool Pixel. Ein Pixel ist ein kleines Stück Code, das du in deine Webseite einfügst. Es sammelt Daten darüber, was die Nutzer nach dem Klick auf deine Anzeige tun, zum Beispiel, ob sie eine Seite besucht, einen Artikel in den Warenkorb gelegt oder einen Kauf abgeschlossen haben.
  • Google: Bei Google Ads wird das Tracking mit dem sogenannten Conversion-Tag durchgeführt. Auch hier handelt es sich um ein Code-Snippet, das die Interaktionen der Nutzer auf deiner Webseite erfasst.

Unabhängig von der Plattform funktioniert Tracking immer nach demselben Prinzip: Der Tracking-Code sendet Informationen zurück an die Werbeplattform, sodass du genau siehst, wie deine Anzeigen performen.

Vorteile des Trackings

  1. Performance-Messung: Mit Tracking kannst du genau analysieren, welche Anzeigen und Kampagnen gut laufen und welche nicht. Das hilft dir, dein Budget effizienter einzusetzen und nur in die Werbung zu investieren, die tatsächlich Ergebnisse liefert.
  2. Retargeting: Dank Tracking hast du die Möglichkeit, Retargeting-Kampagnen zu schalten. Das bedeutet, dass du Nutzern, die bereits einmal auf eine Anzeige von dir geklickt und Interesse gezeigt haben, weiterhin gezielt deine Anzeigen zeigen kannst. So erhöhst du die Chance, dass sie letztendlich doch noch einen Kauf tätigen oder eine Anfrage stellen.
  3. Personalisierte Zielgruppen: Mithilfe von Tracking kannst du auch personalisierte Zielgruppen erstellen. Die Werbeplattformen zeigen dir, welche Zielgruppen besonders häufig konvertieren. Basierend auf diesen Daten kannst du sogenannte Lookalike Audiences erstellen, also Zielgruppen, die ähnliche Merkmale aufweisen wie deine bestehenden Kunden oder Interessenten.

Ohne effektives Tracking kannst du das volle Potenzial deiner Werbekampagnen nicht ausschöpfen. Stelle also sicher, dass du das Tracking auf allen genutzten Plattformen aktivierst und den Tracking-Code korrekt auf deiner Webseite implementierst.

Werbekampagnen-Struktur für kleine Unternehmen

Hier ist unsere grundlegende Werbekampagnen-Struktur für kleine Unternehmen mit einem begrenzten Werbebudget. Diese Struktur besteht aus vier verschiedenen Kampagnen oder Anzeigengruppen: eine Conversion-Kampagne, eine Engagement-Kampagne, eine Video-View-Kampagne und eine Retargeting-Kampagne. Jede dieser Kampagnen hat unterschiedliche Ziele und Aufgaben:

  1. Conversion-Kampagne: Das Hauptziel dieser Kampagne ist es, direkte Verkäufe oder Anfragen zu generieren. Hier liegt der Fokus darauf, dass der Nutzer eine konkrete Aktion ausführt, wie z.B. ein Produkt zu kaufen oder ein Kontaktformular auszufüllen.
  2. Engagement-Kampagne: Diese Kampagne zielt darauf ab, möglichst viele Interaktionen wie Likes, Kommentare oder Shares zu generieren. Es geht darum, die Sichtbarkeit und das Engagement mit deiner Marke zu erhöhen und so eine stärkere Bindung zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
  3. Video-View-Kampagne: Diese Kampagne hat das Ziel, so viele Videoaufrufe oder allgemeine Klicks auf die Werbeanzeige wie möglich zu erzielen. Dies ist besonders nützlich, um das Interesse an deinem Angebot zu wecken und mehr über die potenziellen Kunden zu erfahren.
  4. Retargeting-Kampagne: Diese Kampagne richtet sich an Personen, die bereits mit deinen Anzeigen interagiert oder deine Webseite besucht haben. Hierbei geht es darum, diese Personen mit gezielten Botschaften und zusätzlichen Informationen erneut anzusprechen, um sie zur Conversion zu führen.

Budgetaufteilung und Zielgruppen

Budgetaufteilung einer Videowerbe-Kampagne: 70 Prozent Conversion, je 10 Prozent Engagement und Video-Views

Ein wichtiger Aspekt bei der Planung deiner Werbekampagne ist die Budgetverteilung. Wir empfehlen, etwa 70 % deines Budgets in die Conversion-Kampagne zu investieren, da diese direkt auf Verkäufe und Anfragen abzielt. Die restlichen 30 % des Budgets sollten auf die Engagement- und Video-View-Kampagnen aufgeteilt werden, jeweils 10 % pro Kampagne. Diese Investition hilft dabei, die Wahrnehmung deiner Marke zu erhöhen und deine Conversion-Kampagne zu unterstützen.

Die Auswahl der richtigen Zielgruppen ist ebenfalls entscheidend. Dabei kannst du auf Interessen-Zielgruppen setzen, die auf bestimmten Interessen und Verhaltensweisen basieren, oder Lookalike Audiences nutzen, die Menschen ansprechen, die denjenigen ähneln, die bereits Kunde sind oder Interesse gezeigt haben.

Die Bedeutung von gutem Creative

Neben der Budget- und Zielgruppenauswahl spielt das Creative, also die eigentliche Werbeanzeige, eine zentrale Rolle. In den meisten Fällen empfehlen wir den Einsatz von Videos, da diese oft besser performen und die Aufmerksamkeit der Nutzer länger halten. Gute Creatives sind nicht nur visuell ansprechend, sondern vermitteln auch eine klare Botschaft und einen direkten Call-to-Action.

Plattformpräferenzen und die Rolle von Engagement

Werbeplattformen bevorzugen Inhalte, die bei ihren Nutzern gut ankommen. Dies gilt sowohl für organische Inhalte als auch für Werbeanzeigen. Plattformen bewerten die Qualität von Anzeigen anhand von Interaktionen wie Likes, Kommentaren und Videoaufrufen. Genau hier kommen die Engagement- und Video-View-Kampagnen ins Spiel: Mit den 20 % des Budgets, die in diese Kampagnen investiert werden, versuchst du nicht direkt, Verkäufe zu generieren. Vielmehr sollen diese Kampagnen dazu dienen, die Hauptkampagne zu boosten und ihre Sichtbarkeit sowie Wahrnehmung zu verbessern.

Retargeting und Vielfalt der Creatives

Retargeting ist ein weiterer wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Kampagnenstruktur. Hierfür benötigst du eine Vielzahl verschiedener Creatives, um potenziellen Kunden, die deine Anzeige bereits gesehen haben, zusätzlichen Content und weitere Informationen zu deinem Angebot zu liefern. Dies könnten beispielsweise Testimonial-Videos, informative Artikel oder Anzeigen mit Mehrwert sein. Auch hier bieten sich Videos besonders gut an, um die Aufmerksamkeit zu halten und die Conversion-Rate zu steigern.

Fazit

Diese Basisstruktur für Werbekampagnen ist eine bewährte Methode, um dein Angebot erfolgreich zu bewerben und deine Zielgruppe effektiv zu erreichen. Wenn du speziell auf YouTube werben willst, findest du die komplette Anleitung im Ratgeber YouTube Werbung schalten. Solltest du Fragen haben oder Unterstützung bei der Erstellung einer Videokampagne benötigen, sichere dir ein kostenloses Strategiegespräch. Wir helfen dir gerne, wenn es um das Thema Videomarketing geht.

Häufige Fragen zur Videowerbung mit kleinem Budget

Wie funktioniert Videowerbung mit kleinem Budget?

Mit einer klaren Struktur aus vier Kampagnen: Conversion (70 % des Budgets), Engagement und Video-Views (je 10 %) sowie Retargeting. Dazu kommen sauberes Tracking und regelmäßige Kontrolle der Benchmarks entlang des Kundenwegs.

Welche Conversion-Raten sind normal?

Von der Anzeige zur Landingpage sind 1 bis 3 Prozent gut, von der Landingpage zum Call-to-Action 5 bis 15 Prozent, und vom Kontaktformular oder Warenkorb zum Abschluss 30 bis 50 Prozent. Liegt ein Schritt darunter, weißt du genau, wo du optimieren musst.

Warum ist Tracking so wichtig?

Ohne Tracking schaltest du Werbung blind: Du siehst nicht, welche Anzeigen profitabel sind. Mit Pixel (Meta) oder Conversion-Tag (Google) misst du die Performance, kannst Retargeting schalten und Lookalike Audiences aufbauen.

Geschrieben von
Simon Wegener

Gründer von filmkey, Videoproduktion aus Ulm. Simon produziert Imagefilme, Werbespots und Recruitingfilme für Unternehmen wie Continental, das DRK und die Stadt Ulm. Über 40 Kunden bewerten die Zusammenarbeit mit 5,0 Sternen auf Google. Du hast ein Projekt im Kopf? Sichere dir ein kostenloses Strategiegespräch.

Kostenloses Videokonzept

Teste uns, bevor du entscheidest.

Willst du wissen, ob wir die richtige Videoproduktion für dich sind, bevor du uns beauftragst? Genau dafür ist das hier.

Schritt 1: Du erzählst uns in einem 30 Minuten Gespräch von deinem Projekt.

Schritt 2: Wir schreiben dir dein kostenloses Konzept.

Schritt 3: Du entscheidest, ob du mit uns arbeiten möchtest.

Kostenloses Konzept sichern

★★★★★ Über 40 Bewertungen mit 5,0

Simon von Filmkey Video
Bereit, Den nächsten Schritt zu gehen?

Lass uns reden!

Ihr plant ein Video oder habt Fragen zu unseren Leistungen? Lass uns darüber sprechen. Wir finden mit Sicherheit die passende Lösung zu eurem Vorhaben.

Kostenloses Strategiegespräch

Weitere Artikel

Titelbild zum Ratgeber: Das perfekte Video-Thumbnail
April 15, 2026

Video Thumbnail: Warum dein Imagefilm damit steht oder fällt

read more
Titelbild zum Vergleich: Sprecher oder Interview im Unternehmensvideo
June 11, 2025

Sprecher oder Interview: Was wirkt besser im Unternehmensvideo?

read more
Titelbild zum Ratgeber: Vorproduktion bei einer Videoproduktion
November 5, 2024

Vorproduktion beim Video: Warum die Planung alles entscheidet

read more