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May 19, 2026

16:9, 9:16 oder 1:1: Welches Videoformat dein Unternehmen 2026 wirklich braucht

Welches Videoformat brauchst du heute wirklich? 16:9, 9:16 oder 1:1? Konkrete Übersicht welches SeitenverhĂ€ltnis du fĂŒr YouTube, LinkedIn, Instagram und TikTok brauchst und wie filmkey Multi-Format aus einer Produktion liefert.

Es gibt nicht mehr das eine richtige Videoformat. Wer heute einen Imagefilm oder Werbespot produzieren lĂ€sst, sollte mindestens in 16:9 und 9:16 ausspielen können. Welches SeitenverhĂ€ltnis wann passt, hĂ€ngt von der Plattform ab. Dieser Artikel zeigt dir, welches Format du fĂŒr YouTube, LinkedIn, Instagram und TikTok brauchst und wie filmkey eine Produktion fĂŒr mehrere Formate gleichzeitig plant.

Ein Kunde lĂ€sst einen schicken Imagefilm in 16:9 produzieren. Auf der Website sieht der Film top aus. Dann postet er ihn auf Instagram. Im Feed wirkt das Video plötzlich klein wie eine Briefmarke. Frust. Genau dieses Problem hören wir bei filmkey aus Ulm regelmĂ€ĂŸig. Die Frage ist heute nicht mehr nur welches Videoformat das richtige ist. Die Frage ist: Welche Formate brauche ich ĂŒberhaupt, wenn mein Film auf Website, YouTube, LinkedIn, Instagram und TikTok laufen soll? Das Ziel dieses Artikels: Du verstehst nach dem Lesen, welches SeitenverhĂ€ltnis du wann brauchst und wie du eine Produktion plant, aus der mehrere Formate entstehen können.

Was ist ein Videoformat eigentlich?

Ein Videoformat im Sinne des SeitenverhÀltnisses beschreibt das VerhÀltnis von Breite zu Höhe deines Videos. Bei 16:9 ist das Bild 16 Einheiten breit und 9 Einheiten hoch. Bei 9:16 ist es genau umgekehrt: 9 Einheiten breit, 16 Einheiten hoch. Bei 1:1 sind Breite und Höhe gleich. Das SeitenverhÀltnis ist unabhÀngig von der Auflösung.

Wichtig: SeitenverhĂ€ltnis und Auflösung sind zwei verschiedene Dinge. 1920 mal 1080 Pixel und 1280 mal 720 Pixel haben beide das SeitenverhĂ€ltnis 16:9, nur in unterschiedlicher SchĂ€rfe. Full HD ist heute das Minimum fĂŒr jedes Unternehmensvideo, 4K wird zunehmend Standard. Bei filmkey drehen wir auf Blackmagic Kameras in mindestens 4K, weil wir damit spĂ€ter in der Postproduktion mehrere Formate aus einem Dreh ziehen können.

Warum 16:9 immer noch der Standard fĂŒr Imagefilme ist

Das 16:9 Format wurde Ende der 1980er Jahre von der International Telecommunication Union als Fernsehstandard entwickelt. Es war ein mathematischer Kompromiss zwischen dem alten 4:3 der Röhrenfernseher und den breiten Kinoformaten wie 21:9. Mit der EinfĂŒhrung von HDTV in den 1990er Jahren setzte sich 16:9 durch und blieb bis heute der Standard fĂŒr Fernseher, YouTube, Vimeo und die meisten Filmproduktionen.

FĂŒr einen klassischen Imagefilm ist 16:9 weiterhin die erste Wahl. Der Film soll auf der eigenen Website laufen, auf YouTube veröffentlicht werden, vielleicht im Konferenzraum bei einer PrĂ€sentation gezeigt werden. Überall dort dominiert der breite Bildschirm. 16:9 nutzt diese FlĂ€che optimal aus. Außerdem haben sich Sehgewohnheiten daran angepasst: Wenn Menschen am Laptop ein Unternehmensvideo schauen, erwarten sie dieses Format. Bei filmkey produzieren wir die Hauptversion fast jedes Imagefilms in 16:9, auch wenn Cutdowns fĂŒr Social Media meistens dazukommen.

Wann brauchst du 9:16 fĂŒr dein Unternehmensvideo?

Das 9:16 Format brauchst du immer dann, wenn dein Video auf Instagram Reels, TikTok, YouTube Shorts, Snapchat oder LinkedIn Mobile lÀuft. 81 Prozent der mobilen Nutzer schauen Kurzvideos in vertikalem Format, und Hochkant-Videos erreichen eine Completion Rate von 76 Prozent, wÀhrend horizontale Videos nur 54 Prozent erreichen. Bei filmkey aus Ulm planen wir das vertikale Format heute in fast jedem Recruitingvideo von Anfang an mit.

Die GrĂŒnde sind einfach. Über 94 Prozent der mobilen Nutzer halten ihr Smartphone vertikal. Wer ein Querformatvideo schaut, muss entweder das Handy drehen oder ein kleines Video in der Mitte des Bildschirms ansehen. Beides ist unbequem. Studien zeigen außerdem: Vertikale Videos performen auf Mobile 37 Prozent besser als horizontale Videos, und 67 Prozent aller mobilen Kampagnen werden inzwischen vertikal produziert. Besonders Recruitingvideos fĂŒr junge Zielgruppen erreichen ihre Wirkung fast nur noch vertikal. Wer Auszubildende oder Berufseinsteiger sucht und immer noch 16:9 fĂŒr TikTok produziert, verliert Reichweite.

Konkretes Beispiel aus unserer Arbeit: FĂŒr einen Outdoor-Kunde aus SĂŒddeutschland hat filmkey einen Spot komplett in einer Point-of-View-Perspektive gedreht. Schon beim Konzept stand fest, dass der Film vertikal fĂŒr Reels und Shorts laufen soll. Das Framing, der Schnitt, sogar die Kamerabewegungen wurden von Anfang an fĂŒr 9:16 geplant. Das spart Geld und macht das Video stĂ€rker als ein hektisch zugeschnittener 16:9 Film.

1:1 Square: Das vergessene Mittelmaß

Das quadratische Format 1:1 wird oft vergessen, ist aber fĂŒr bestimmte Plattformen sinnvoll. Auf Facebook und Instagram im klassischen Feed nimmt 1:1 mehr BildschirmflĂ€che ein als 16:9, ohne die ganze Höhe wie 9:16 zu verlangen. Auch auf LinkedIn funktioniert 1:1 gut, weil Nutzer dort horizontal und vertikal scrollen.

Der Vorteil von 1:1 liegt im Kompromiss. Es funktioniert auf Desktop und Mobile gleich gut. Es ist ehrlicher als ein verzerrtes 16:9, das aufs Mobile gequetscht wurde. Allerdings nutzt 1:1 weder die volle Höhe des Smartphones noch die volle Breite eines Desktops. Wer es ernst meint mit mobiler Reichweite, sollte 9:16 wĂ€hlen. Wer Querformat-Inhalt fĂŒr Social wiederverwenden will und keinen kompletten neuen Dreh starten kann, ist mit 1:1 gut bedient.

Welches Videoformat passt zu welcher Plattform?

Hier ist eine konkrete Übersicht, welches SeitenverhĂ€ltnis du fĂŒr welche Plattform brauchst. Bei filmkey aus Ulm nutzen wir diese Übersicht im StrategiegesprĂ€ch, um mit dem Kunden festzulegen, welche Formate aus einer Produktion entstehen sollen.

    Wichtig zu wissen: Du musst nicht jedes Format einzeln drehen. Eine gute Produktion plant die Formate von Anfang an mit. Mehr dazu im nÀchsten Abschnitt.

    Wie produziert filmkey fĂŒr mehrere Formate gleichzeitig?

    Wenn ein Video auf mehreren Plattformen laufen soll, planen wir bei filmkey aus Ulm das Multi-Format schon in der Pre-Production. Das bedeutet konkret: Wir definieren vorher welche Versionen am Ende rausgehen sollen. Dann drehen wir in höherer Auflösung als das Endformat braucht, meistens 4K oder 6K. Beim Dreh achten wir auf Safe Zones: Das Hauptmotiv bleibt in einem Bereich, der sowohl im 16:9 als auch im 9:16 Crop noch im Bild ist.

    So entstehen aus einem Drehtag mehrere fertige Filme. Eine 90-Sekunden-Version in 16:9 fĂŒr die Website. Ein 30-Sekunden-Cutdown in 9:16 fĂŒr Reels und TikTok. Ein 15-Sekunden-Teaser in 1:1 fĂŒr den Feed. Alle aus demselben Rohmaterial.

    Wichtig: Ein 16:9-Film nachtrĂ€glich auf 9:16 zu quetschen funktioniert nicht. Die Personen erscheinen breit, der Bildaufbau wird falsch, der Film wirkt unprofessionell. Wer Multi-Format will, muss es vorher planen. Bei filmkey klĂ€ren wir das immer im ersten StrategiegesprĂ€ch, bevor die Kamera ĂŒberhaupt ausgepackt wird.

    Verschwindet 16:9 wirklich?

    Nein, 16:9 verschwindet nicht. Aber das Format ist nicht mehr alleiniger Standard. Fernseher, YouTube und Kino werden 16:9 oder breiter bleiben. Social Media bleibt vertikal. Beide Welten existieren parallel und werden auch in den nÀchsten Jahren parallel existieren. Wer heute einen Imagefilm oder Werbespot produziert, denkt nicht mehr in einem Format, sondern in einem Format-Mix.

    Was sich aber wirklich Ă€ndert: Das mobile vertikale Video ist nicht mehr eine Nische. Es ist ein gleichwertiger Standard neben 16:9. Wer den Trend ignoriert und nur in 16:9 produziert, verliert vor allem auf Social Media massiv an Reichweite. Wer beide Formate von Anfang an mitdenkt, holt aus einer Produktion deutlich mehr raus. Bei filmkey ist Multi-Format heute der Normalfall. Bei den meisten unserer Projekte fĂŒr Mittelstandskunden in SĂŒddeutschland erstellen wir mindestens zwei Formatversionen pro Film.

    Fazit

    Es gibt heute kein einziges richtiges Videoformat mehr. Wer einen Imagefilm, Werbespot oder ein Recruitingvideo produzieren lĂ€sst, sollte mindestens 16:9 und 9:16 mitdenken. 16:9 bleibt der Standard fĂŒr Website, YouTube und Beamer. 9:16 ist Pflicht fĂŒr Instagram Reels, TikTok und YouTube Shorts. 1:1 ist ein guter Kompromiss fĂŒr Feed-Posts.

    Wichtig ist nur: Plane Multi-Format von Anfang an. Wer ein Querformat-Video nachtrÀglich auf Hochkant quetscht, bekommt schlechte Ergebnisse. Wer von Beginn an drei Ausspielwege definiert und entsprechend dreht, holt aus einer Produktion drei starke Filme. Das spart Geld und liefert bessere Wirkung auf jeder Plattform.

    Du planst gerade ein Videoprojekt und weißt nicht, welche Formate du brauchst? Buch dir ein kostenloses StrategiegesprĂ€ch mit filmkey aus Ulm. Wir klĂ€ren in 30 Minuten, welche Formate fĂŒr dein Unternehmen Sinn machen.

    HĂ€ufige Fragen zu Videoformaten

    Welches Videoformat brauche ich fĂŒr meinen Imagefilm?

    FĂŒr die Hauptversion eines Imagefilms ist 16:9 weiterhin der Standard. Diese Version lĂ€uft auf deiner Website, auf YouTube und in der PrĂ€sentation. Wenn der Film auch auf Social Media laufen soll, brauchst du zusĂ€tzlich eine 9:16-Version fĂŒr Instagram Reels, TikTok und YouTube Shorts. Bei filmkey planen wir Multi-Format heute in fast jedem Imagefilm-Projekt mit ein.

    Kann ich ein 16:9-Video spÀter in 9:16 umwandeln?

    Nur eingeschrÀnkt. Wenn das Video in höherer Auflösung gedreht wurde (4K oder 6K) und das Hauptmotiv beim Dreh in der Bildmitte gehalten wurde, kann ein 9:16-Crop möglich sein. Verlustfrei strecken oder quetschen geht nicht. Wer auf Social Media veröffentlichen will, sollte 9:16 schon beim Dreh mitdenken.

    Was kostet es, ein Video in mehreren Formaten produzieren zu lassen?

    Die Mehrkosten fĂŒr zusĂ€tzliche Formate sind in der Regel ĂŒberschaubar, wenn das Multi-Format von Anfang an geplant wird. Die grĂ¶ĂŸten Kostentreiber sind Drehtage, Crew und Postproduktion, nicht das SeitenverhĂ€ltnis selbst. Was fĂŒr dein Projekt konkret Sinn macht, klĂ€ren wir im kostenlosen StrategiegesprĂ€ch. Weitere Infos zu Preisen findest du auch in unserem Ratgeber zu Imagefilm Kosten.

    Welches Format funktioniert auf LinkedIn am besten?

    Auf LinkedIn funktionieren sowohl 16:9 als auch 9:16. Da 97 Prozent aller LinkedIn-Videos heute vertikal sind, empfehlen wir bei filmkey fĂŒr reine Social-Inhalte das 9:16 Format. FĂŒr lĂ€ngere ErklĂ€rvideos oder Imagefilme, die auch auf der eigenen Website laufen sollen, ist 16:9 weiterhin die richtige Wahl.

    Lohnt sich 4K fĂŒr einen Imagefilm?

    Ja, aus zwei GrĂŒnden. Erstens sieht 4K auf modernen Bildschirmen schĂ€rfer aus als Full HD. Zweitens, und das ist fĂŒr Mittelstandskunden oft wichtiger: Aus 4K-Material kannst du in der Postproduktion problemlos 9:16 oder 1:1 ohne QualitĂ€tsverlust ausschneiden. Das ist der Grund warum filmkey alle Projekte mindestens in 4K dreht.

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